Skip to main content

Philosophischer Salon, Seminare & Kurse

Kunst von Christa Manz-Dewald
Kunst von Christa Manz-Dewald

Kurse und Seminare zur Haltung

Ein Kurs zur Haltung? Was soll damit gemeint sein, etwa die Körperhaltung, unsere Einstellung zu bestimmten Dingen oder gar etwas Ethisches? Haltung ist ein komplexes Phänomen mit vielen Aspekten und es lohnt sich aufgrund seiner zentralen und sowohl alltäglichen als auch existenziellen Bedeutung für jeden Einzelnen, sich ausführlicher damit zu beschäftigen – zeigt es doch ebenfalls auf, wer man selbst ist und vermag es vorzugeben, wer bzw. wie man selbst sein möchte.

Die Arbeit an der eigenen Haltung ist nicht nur lohnenswert, sondern angesichts unserer komplizierten und widersprüchlichen sowie vielfältigen und komplexen Lebensumstände fast schon Notwendigkeit. Doch es geht um mehr als nur um die Stärkung der eigenen Resilienz, nämlich um eine Lebenskunst. Zudem wird die Urteilskraft als ein strukturiertes autonomes Denken geschult. Daneben eröffnen sich aber auch Räume für andere Erfahrungsweisen.

Allgemein geht es darum, sich regelmäßig neue Impulse für den Alltag zu holen, um damit das eigene Leben ein Stück weit zu bereichern, sich Zeit für sich zu nehmen, dabei aber immer auch über den eigenen Tellerrand zu blicken. Reflexion, Übung, Austausch und Diskurs stehen im Mittelpunkt - es soll ein Raum zum Teilen von Erkenntnissen und Lebenserfahrungen entstehen.

Der Kurs ermöglicht ein Anstoßen von persönlichen Veränderungsprozessen und damit den Weg für eine dauerhafte leibliche Verankerung von neuen Denk-, Gefühls und Verhaltensmustern. Haltung ist am Ende immer auch ein Einüben und je früher man damit anfängt, desto größer ist der Effekt.

Auch wenn Haltung zunächst etwas altbacken klingen mag, eröffnet das Einlassen auf diese Thematik vielleicht ungeahnte Horizonte. Denn dahinter verbirgt sich weniger ein aus der Mode gekommener Begriff, als vielmehr eine der vielleicht interessantesten Ideen der Philosophiegeschichte, nämlich das bei Aristoteles diskutierte Konzept der hexis, aus dem sich wesentliche Aspekte für unsere heutige Zeit übertragen lassen. Denn die Frage, was ein gutes Leben ist und wie man dieses selbst aktiv mitgestalten kann, ist immer aktuell.

Aktuell finden verschiedene Seminare und Kurse statt, etwa im akademischen Rahmen an der HTWK Leipzig, als unterstützendes Training für Ehrenamtliche im Projekt EnergieTanken oder als freier Kurs im Budde-Haus Leipzig.

Philosophischer Salon im Budde-Haus

Seit Januar 2018 findet im Budde-Haus Leipzig (Lützowstraße 19) regelmäßig ca. alle sechs Wochen ein Philosophischer Salon statt. Im Zentrum der Salons soll die persönliche Begegnung von Menschen sowie der gemeinsame Dialog bzw. Diskurs stehen - eine offene und tolerante Kultur des Zuhörens und Diskutierens. Es handelt sich um ein ungezwungenes Treffen zum Austausch existenzieller, gesellschaftlicher oder politischer sowie philosophischer Fragen, Ideen und Probleme.

Die Teilnahme an den Salons ist für alle Interessierten gedacht und setzt weder ein Philosophiestudium voraus, noch erfordert es Vorkenntnisse oder die Beschäftigung mit Texten vorab.


Unkostenbeitrag: 6 € (ermäßigt 4 €). Um Anmeldung wird gebeten.

Christa Manz-Dewald, "Die Stille des Schlafs"
Christa Manz-Dewald, "Die Stille des Schlafs"

Kommender Salon am 28.02.2018

Gesellschaftlicher Zusammenhalt?

"Allen öffentlichen Unkenrufen zum Trotz ist es um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland gut bestellt. Auch die wachsende kulturelle Vielfalt steht dem Gemeinsinn nicht entgegen."

Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung. Das scheint wohl gut zu sein.

Sie sagt aber auch:
"Allerdings zeigen sich mögliche Gefährdungen: So hat ein großer Teil der Bevölkerung das Gefühl, dass es hierzulande nicht gerecht zugeht.
Außerdem tut sich eine deutliche Spaltung beim sozialen Miteinander zwischen Ost und West auf sowie zwischen strukturschwachen und wohlhabenden Regionen. So ist der Zusammenhalt in den ostdeutschen Bundesländern durchgängig schwächer als im Westen. Das liegt vor allem an dem geringeren Wohlstand und der höheren Arbeitslosigkeit und Armut."

Und Sachsen? Nun, das liegt dieser Studie zufolge wieder auf dem letzten Platz! Was ist denn da los in Sachsen?

Was erlaube Sachsen? (frei nach einem intalienischen [Fußball-]Philosophen)

Am 28.02. wollen wir darüber gemeinsam in den Dialog miteinander kommen.

Unkostenbeitrag: 6 € (ermäßigt 4 €). Um Anmeldung wird gebeten.

Anmeldung: per Xing, per Facebook, per Mail oder 034199389291

"Das Lernen allein genügt nicht, sondern man muss auch die Gewöhnung hinzunehmen und dann die Übung."

 

(Epiktet)

Kleines philosophisches Seminar

Meine Seminare finden ein mal im Quartal in überschaubarer Runde (maximal acht Teilnehmende) und in angenehmer Umgebung statt. Sie dauern in der Regel drei Stunden.

In jedem Seminar stelle ich ein bestimmtes Thema vor – verbunden mit der Einladung, Ihre Gedanken oder Fragen zu formulieren. Im Mittelpunkt meiner Sophinare stehen nicht nur die Wissensvermittlung und Ihre Vertiefung in das Thema, sondern auch die Entwicklung von Kompetenzen der Erfahrung, des Handelns und Leidens, der Kommunikation und der Kritik. Es geht um den interaktiven Erwerb und Austausch von Wissen und Erfahrung sowie das Fördern des eigenen Denkvermögens - oder anders:

Wir wollen gemeinsam philosophieren.


Ort: Neue Wege gehen, Dufourstraße 2, 04107 Leipzig

Preis: 50 €, ermäßigt (z.B. Studierende) 25 €; Schnupperangebot (erste Teilnahme) nur 30 €, ermäßigt 15 €. Da die Teilnehmerzahl eng limitiert ist, bitte ich um verbindliche Zusagen.

Jetzt anmelden:

Per Mail, über Facebook, Xing oder einfach anrufen: 0341 9938 9291


17.02.2018: Resonanz - eine Einführung

„Wenn und sofern es also richtig ist, dass sich die menschlichen Daseinsformen über die Art und Weise ihrer Weltbeziehung erschließen lassen, und wenn es zutrifft, dass sich diese Weltbeziehungen grundlegend über Resonanzbeziehungen und Resonanzsensibilitäten etablieren, deren Ausbildung (und/oder Verhinderung) ihrerseits wiederum sozial organisiert wird, dann erscheint eine Kritik der Resonanzverhältnisse als die elementarste und zugleich umfassendste Form der Gesellschaftskritik“ (Rosa, Resonanz, 70).

Weltbeziehung, Welterfahrung, Weltaneignung, Verstummen der Welt – Achsen und Sphären – Beschleunigung und Entfremdung – Beherrschung und Unverfügbarkeit sowie ergebnisorientierte und antwortorientierte Selbstwirksamkeit – das sind nur einige wichtige Begriffe, die im Rahmen der Resonanztheorie von Hartmut Rosa beleuchtet werden.

Im ersten kleinen philosophischen Seminar des Jahres 2018 wollen wir uns mit diesem Ansatz von Rosa beschäftigen, um einen ersten Einblick in das aktuell stark gefragte Konzept zu erhalten. Im Zentrum des Seminars stehen die Klärung relevanter Begriffe, erste Ideen hinsichtlich der Relevanz für uns Individuen, das Soziale und das Gesellschaftliche sowie kritische Hinweise bzgl. populärer Lesarten und Vereinfachungen der Theorie.

Und was hat das jetzt alles mit dem guten bzw. gelingenden Leben zu tun? Vielleicht werden wir es sehen. Und vielleicht werden wir im Seminar gemeinsam resonante Momente erleben – und es dann sehen.


Weitere Termine und Themen 2018 (immer samstags, 10.30-13.30 Uhr)

26.05. Freiheit: Ideen & Konzeptionen; 01.09. Thema offen; 27.10. Thema offen

Letzte Seminare:
Moral und Gesellschaft

Was soll eigentlich Moral in der heutigen pluralen Gesellschaft? Wie soll Moral funktionieren, wenn es die eine Wahrheit – so eine verbreitete Auffassung – gar nicht gibt und verschiedene Moralvorstellungen ständig aufeinandertreffen?

Hat Moral eigentlich Platz in solchen Systemen wie Wirtschaft, Politik oder gar Internet mit ihren eigenen Logiken? Ist Moral schon längst überholt oder am Ende doch so etwas wie der Kitt der Gesellschaft?

Was zunächst nach einem trockenen und abstrakten Thema aussieht, entpuppt sich beim genaueren Blick als ein konkretes alltägliches Problem, denn es begegnet uns etwa am Arbeitsplatz, im Verein oder im familiären Umfeld.

Die Konstruktion gesellschaftlicher Wirklichkeit

 

Seit geraumer Zeit wird viel über Digitalisierung, über virtuelle Realität und neuerdings auch über die Infosphäre gesprochen – alles neue Phänomene, die irgendwie anders sind als unsere sonstige Wirklichkeit. Doch wie ist eigentlich diese „sonstige Wirklichkeit“ selbst zu betrachten?

 

Im aktuellen Seminar wollen wir uns deshalb den Fragen widmen, was gesellschaftliche Wirklichkeit ist, wie wir sie verstehen können und wie sie funktioniert – und letztlich der Frage, wie wir ihr Verhältnis zu diesem Neuen denken können.

 

Antike Lebenskunst - Ideen der Stoa

"Verlange nicht, dass das, was geschieht, so geschieht, wie du es wünschst, sondern wünsche, dass es so geschieht, wie es geschieht, und dein Leben wird heiter dahin strömen." Epiktet

Die Lehre der Stoa besagt, dass der Mensch sich durch den richtigen Gebrauch der Vernunft von allen Leiden befreien kann. Denn nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern ihre Urteile und Meinungen über sie. Durch beständige Selbstreflexion und Askese soll ein Zustand innerer Freiheit und Selbstgenügsamkeit erreicht werden.

Taugt dieses antike Lebenskonzept noch zur Orientierung? Vielleicht bedarf es ja gerade heute, inmitten einer Welt hedonistischer Bedürfnisbefriedigung, wieder einer Besinnung auf die Kraft des reflexiven Denkens, besonnenen Handelns und Einübens.

Kosmopolitisches Denken

In Zeiten hitzig geführter politischer Debatten kann ein wenig mehr Wissen im Bereich der politischen Theorie sicherlich nicht von großem Schaden sein. In diesem kleinen Seminar wird der Blick auf Ideen gelegt, die ihren Ausgang in der griechischen Stoa haben und bis heute nichts von ihrer Relevanz verloren haben. Ganz im Gegenteil!?

Embodiment - Ein Blick auf unsere präreflexive Seite - die große Vernunft des Leibes?

Vertiefungsseminar

"Es steht uns Philosophen nicht frei, zwischen Seele und Leib zu trennen, wie das Volk trennt, es steht uns noch weniger frei, zwischen Seele und Geist zu trennen. Wir sind keine denkenden Frösche, keine Objektivir- und Registrir-Apparate mit kalt gestellten Eingeweiden, - wir müssen beständig unsre Gedanken aus unsrem Schmerz gebären und mütterlich ihnen Alles mitgeben, was wir von Blut, Herz, Feuer, Lust, Leidenschaft, Qual, Gewissen, Schicksal, Verhängnis in uns haben. Leben - das heisst für uns Alles, was wir sind, beständig in Licht und Flamme verwandeln, auch Alles, was uns trifft, wir können gar nicht anders." 

Friedrich Nietzsche (Vorrede, Die fröhliche Wissenschaft)

Stressprävention und -management

Zum Umgang mit Stress biete ich einen 10-wöchigen Kurs an, der i.d.R. über Ihre Krankenkasse abgerechnet werden kann.

Fragen? Dann rufen Sie mich gerne an!

034199389291 oder 017696291220